Die Haut ist unser größtes Organ

Berührung ist die tiefste Sinnesempfindung, stärker als Riechen, Schmecken, Hören und Sehen. Das Urbedürfnis nach Halt und sanfter Berührung, nach Geborgenheit und Wärme existiert seit Menschengedenken.Studien konnten belegen, dass Frühgeborene, die dreimal täglich 15 Minuten massiert wurden, wesentlich schneller an Gewicht zulegten, weniger schrien, ruhiger waren, sich motorisch besser entwickelten und früher aus dem Krankenhaus entlassen werden konnten, als die Kontrollgruppe nicht massierter Frühgeborener.

Informationen rund um die Babymassage

Das ideale Einstiegsalter für die Babymassage

Liegt zwischen dem 2 - 6 Monat, denn im ersten Halbjahr widmet sich das Kind ohnehin mit großer Intensität:

•der Erforschung seines eigenen Körpers 
•der Dosierung seiner Muskelspannung
•der Verarbeitung vielfältigster Sinneserfahrungen
•der Entwicklung des Urvertrauens und 
•der Bindungfähigkeit. 

Im zweiten Halbjahr interessiert es sich mehr und mehr für seine Umwelt und beginnt sich fortzubewegen. 
So ist es nach dem 6. Monat viel leichter ein Baby für Massage zu begeistern, wenn ihm diese bereits als wohlig sinnliches Ritual vertraut ist. 

Auch für die Eltern ist es in der Anfangszeit von großem Nutzen sich dafür zu sensibilisieren, was sie über ihren Körper, ihre Hände wahrnehmen und vermitteln können. 
Je früher sie die individuellen Bedürfnisse ihres Kindes erfassen, seine Reaktionen interpretieren und seinen Rhythmus wahrnehmen lernen, umso sicherer werden sie im Umgang mit ihm. 

Welches Öl? 

Für die Babymassage sollten kalt gepresste Pflanzenöle aus kontrolliert biologischem Anbau die erste Wahl sein.
Für die Massage im Kurs erhalten Sie ein kleines Fläschchen kaltgepresstes Mandelöl. Es enthält viele wertvolle Inhaltsstoffe und ist daher eines der kostbarsten Öle. Der Duft des Mandelöls wurde schon in der Antike zur Stimulanz der Sinne benutzt.

 

Wenn Sie zuhause massieren.

Wählen Sie einen ruhigen und auch für sich selbst bequemen Ort aus, vielleicht mit gedämpftem Licht und leiser Musik. 
Oft hilft auch ein gesummtes/gesungenes Lied, um ihr Kind einzustimmen auf einen gemeinsamen Rhythmus und eine entspannte Zeit zu zweit.
Die Raumtemperatur sollte rund 24º C betragen. 

Gegenanzeigen 

Eine Massage sollte nur dann durchgeführt werden, wenn man selbst gerade die nötige Ruhe und Geduld verspürt. 
Wenn das Kind unruhig wird, unzufrieden wirkt und anfängt zu schreien, sollte man darauf verzichten. 
Ebenso, wenn das Kind erkrankt ist oder Durchfall hat.

Die Bedeutung von Körperkontakt: 

Massage und zärtliches Streicheln lassen einen ganzen Cocktail körpereigener Elixiere durch die Adern rinnen. 
Die wichtigste Substanz ist vermutlich das Oxytocin. Es gilt als "Bindungshormon", weil es den Zusammenhalt zwischen Mutter und Kind stärkt. 

Weitere wesentliche positive Wirkungen solch zarter Berührungen können sein:

   

 

•Stärkung der Bindung und erste Kommunikation zwischen Vater/Mutter und Säugling

•Verbesserung der Sinneswahrnehmungen und Verarbeitungen der Sinneseindrücke

•Anregung der Durchblutung, vor allem der Muskulatur 

•Regulation der Muskelspannung ​

•Positive Beeinflussung der Verdauung - weniger Blähungen und Koliken

•Stärkung des Immunsystems

•Förderung der körperlichen, geistigen und emotionalen Entwicklung Ihres Kindes  

•Wohltuende Entspannung für Babys und Eltern

•Senken des Blutdruckes und des Stresshormonspiegels 

 

•Förderung des Körperbewusstsein und der Koordinationsfähigkeit

 

•"Entspannen-Lernen" als Hilfe beim Einschlafen

 

•Erweiterung des Bewegungsspielraumes

 

•Erfahren von Geborgenheit, Sicherheit und Wohlbefinden